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Analfissur (Afterriss) - 7 Behandlungstherapien

Analfissur (Afterriss)

Massive Schmerzen während oder nach dem Stuhlgang und Blutungen aus dem After lassen häufig auf eine Analfissur schließen.

Diese Fissur zählt zu den schmerzhaftesten Erkrankungen des Enddarmbereichs.

Hierbei kommt es wegen Entzündungen und Einrissen der Innenauskleidung im Bereich des Afters zu Defekten im Afterinnern, welche geschwürartig sind.

 

Männer sind weitaus häufiger von Analfissuren betroffen als Frauen.

Diese Verletzungen treten häufig zwischen 30 und 40 auf. Generell heilen Analfissuren folgenlos ebenso wie spontan aus und nur ein geringer Prozentsatz der Betroffenen benötigt eine Therapie.

Was ist eine Analfissur?

Unter einer Analfissur versteht man einen größtenteils länglich gezogenen Riss der Schleimhaut im Bereich des Afters. Diese Einrisse sind meist nur wenige Millimeter lang, jedoch verursachen sie extreme Schmerzen während und oft auch mehrere Stunden nach dem Stuhlgang. Üblicherweise reißt die Schleimhaut gegen das Steißbein hin. Nur in seltenen Fällen treten Analfissuren gegen die Genitalien auf.

Was sind typische & atypische Fissuren?

Einrisse der Schleimhaut, die gegen das Steißbein oder die Genitalen auftreten, werden als typische Fissuren bezeichnet. Schleimhauteinrisse an anderen Stellen wie beispielsweise der Seite oder an gleich mehreren Stellen zählen zu den atypischen Fissuren.

Wo liegt der Unterschied zwischen akuten und chronischen Afterrissen?

Ein akuter Afterriss bezeichnet einen Schmerz, der sechs Wochen oder weniger lang andauert.

Ein weiteres Merkmal eines akuten Schleimhauteinrisses ist, dass aus klinischer Sicht keinerlei typische Zeichen für eine schon lange andauernde Verletzung der Schleimhaut zu sehen sind. Dies bedeutet, dass sich weder ein sichtbares Narbengewebe noch eine Hautfalte im Anschluss an den Schleimhauteinriss gebildet hat.

Häufig treten neben den stechenden Schmerzen zudem Schwellungen und Blutungen auf. Der After verengt sich und die Blutversorgung wird in diesem Bereich minimiert und folglich heilt die Wunde langsamer.

Ein chronischer Afterriss ist gegeben, wenn die Schmerzen länger als sechs Wochen bestehen und sich außen am Riss eine Hautfalte, die sogenannte Vorpfostenfalte, gebildet hat. Diese Falte wird Wächter-Mariske genannt. Auch wenn sich ein Narbengewebe gebildet und sich das Gewebe auf der Innenseite des Schleimhauteinrisses vermehrt hat, spricht man von einer chronischen Analfissur. Typisch für eine chronische Analfissur sind sowohl sichtbare Fasern als auch verdickte Ränder auf der Innenseite des anal Schließmuskels.

Was unterscheidet primäre Analfissuren von sekundären?

Die Medizin unterscheidet zwischen einer primären und sekundären Fissur. Bei einer primären Analfissur handelt es sich um eine eigenständige Erkrankung, während bei einer sekundären Analfissur diversen Grunderkrankungen bestehen.

Wie entstehen Analfissuren?

Was ist eine Analfissur? Wie entstehen Analfissuren?

Analfissuren entstehen, indem die Schleimhaut im unteren Bereich des Analkanals einreißt. Fissuren werden häufig durch eine extrem feste Beschaffenheit des Stuhls hervorgerufen. Die Schleimhaut kann allerdings auch bei chronischer Verstopfung, Durchfall und Hämorriden einreißen. Verletzungen können zudem durch eine Überdehnung des Afters entstehen.

Warum spricht man bei Fissuren im Afterbereich von einem Teufelskreis?

Der menschliche Körper reagiert reflexartig auf den massiven stechenden Schmerz im Analbereich. Es kommt zu einer Verkrampfung des Schließmuskels.

Ist der Schließmuskel allerdings zusammengezogen, so kann die Schleimhaut beim nächsten Stuhlgang sehr leicht erneut einreißen. Zahlreiche Betroffene zögern aufgrund der extremen Schmerzen den nächsten Stuhlgang hinaus. Dies ist jedoch kontraproduktiv, da der Stuhl eindickt und somit weitere Verletzungen der Schleimhaut hervorrufen kann.

Somit befinden sich Betroffene in einem wahren Teufelskreis und der Einriss der Analschleimhaut kann nur langsam und schwer heilen. Bei etwa 85 Prozent aller Patienten stellten Mediziner eine verschlechterte Blutversorgung im hinteren Analkanal fest. Demzufolge wird abgeleitet, dass Risse vorwiegend im hinteren Bereich des Analkanals auftreten, wesentlich schlechter ebenso wie langsamer heilen und eher chronisch werden.

Welche Symptome sind für Analfissuren typisch?

Reißt die Schleimhaut im Bereich des Afters ein, so sind die ersten Symptome massive Schmerzen und Blutungen. Bei einigen Betroffenen tropft das Blut aus dem After, während bei anderen lediglich Blut auf dem Toilettenpapier zu sehen ist.

Da Analfissuren extrem schmerzhaft sind, reagiert der Schließmuskel mit einer Verengung des Afters. Diese Reaktion kann das Abheilen des Schleimhauteinrisses verzögern. Afterrisse treten beinahe immer an derselben Stelle auf.

  • Bei etwa 90 % der Betroffenen reißt die Schleimhaut dorsal ein. Hierunter versteht man einen Riss in Richtung Steißbein.
  • Bei lediglich 10 - 20 % tritt die Analfissur ventral, also in Richtung Damm auf.
  • Analfissuren, die seitlich auftreten, stellen größtenteils eine Begleiterscheinung diverser Erkrankungen wie beispielsweise Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Tuberkulose dar.

Die nur wenigen Millimeter langen Risse reizen die zahlreichen Schmerzrezeptoren im Bereich des Afters. Die große Anzahl an Schmerzrezeptoren ist dafür verantwortlich, dass die winzigen Einrisse der Schleimhaut derart schmerzhaft empfunden werden.

Neben Blutungen während des Stuhlgangs und beim Abputzen kommt es in zahlreichen Fällen zu einem lästigen Juckreiz. Oftmals sind die Schmerzen zu Beginn von recht kurzer Dauer, jedoch können diese im weiteren Verlauf mehrere Stunden lang andauern. Schmerzmittel, die in der Apotheke ohne Rezept erhältlich sind, führen meist zu keiner Besserung.

Wie erfolgt die Diagnose einer Fissur im Analbereich?

Analrisse können bei zahlreichen Betroffenen durch das Aufspreizen der Gesäßbacken gesehen werden. Liegt die Fissur etwas tiefer im Analkanal, muss ein Arzt diese von innen ertasten. Da diese Variante der Untersuchung extrem schmerzhaft ist, werden einige Patienten kurz narkotisiert. Eine Darmspiegelung, auch Koloskopie genannt, wird durchgeführt, um andere Blutungsquellen auszuschließen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten einer Analfissur stehen zur Wahl? - 7 Behandlungstherapien!

Die Behandlung erfolgt zuerst größtenteils konservativ. Nur wenn die konservative Behandlung erfolglos ist oder wenn die Schleimhaut im Analbereich erneut einreißt, erfolgt die Behandlung operativ. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fissur nach der konservativen Behandlung erneut auftritt, liegt bei etwa 50%. Nach einem chirurgischen Eingriff beträgt das Risiko des erneuten Einreißens zwischen 5 & 10%.

Welche konservativen Therapien gibt es bei einem Aftereinriss?

  1. Abführmittel = Bei hartem Stuhl und starken Schmerzen werden milde Abführmittel verschrieben.
  2. Salben = Eine Schmerzreduktion kann auch mittels lokalanästhetischen Salben hervorgerufen werden. Medikamentöse Salbentherapien mit Wirkstoffen, welche die Muskeln entspannen und die Heilung anregen, werden zwischen sechs und acht Wochen angewendet.
  3. Crèmes: Eine wesentliche Verbesserung einer akuten Analfissur kann durch das Auftragen von Nitroglycerin-Crème erreicht werden, sofern die Konzetration 0,2 Prozent beträgt. Diese Crème wird jeden Tag zwei- bis dreimal auf der Außenseite des Afters aufgetragen. Der enthaltene Wirkstoff minimiert den Druck des Schließmuskels um 20 bis 30 Prozent und erhöht in diesem Bereich den Blutfluss. Alternativ kann bei akuten Einrissen Nifedipin-Crème mit einem Wirkstoffgehalt von 0,2 Prozent aufgetragen werden. 
  4. Gift: Patienten, die auf diese Behandlung nicht ansprechen, können die Fissur mit Botulinumtoxin A behandeln. Dieser Wirkstoff lähmt Teile der Schließmuskeln und reduziert den krankhaften Sphinktertonus. Als neue Therapievariante hat sich die Injektion von Botox, also Botulinumtoxin Typ A, etabliert.Das Nervengift wird in den Schließmuskel injiziert und bewirkt eine unvollständige, zeitlich limitierte Lähmung des Schließmuskels. Botox wird hierbei auf beiden Seiten des Einrisses gespritzt und es ist weder eine Narkose noch eine spezielle Vorbereitung notwendig. Der Schließmuskel wird bei dieser Behandlungsform für etwa drei Monate geschwächt. Die Heilungschancen liegen bei 80 Prozent. Ein Nachteil ist allerdings, dass diese Behandlungsvariante nicht kassenpflichtig ist.
  5. Stuhlregulierende Maßnahmen: Die Basistherapie stellen stuhlregulierende Maßnahmen dar. Wichtig ist hierbei, die Ernährung umzustellen, um einen weichen und geformten Stuhlgang zu erzielen. Es sollten vermehrt Ballaststoffe aufgenommen werden und die täglich zugeführte Flüssigkeitsmenge sollte zwischen zwei und drei Liter liegen. Unterstützend wirken einerseits milde Abführmittel, andererseits Flohsamen.
  6. Natürliche Heilmittel/ Hausmittel: entspannend, schmerzlindernd und den Blutfluss anregend wirken sogenannte Naturheilmittel. Eine natürliche Heiltherapie empfiehlt sich bei akuten Einrissen, da eine komplette Heilung möglich ist. Konservative Therapien werden auch nach chirurgischen Eingriffen unterstützend eingesetzt.
  7. Chirurgische Therapien: Die chirurgische Therapie stellt die Therapie der Wahl bei chronischen Fissuren dar. Verschiedene Operationen kommen bei chronischen Fissuren zur Anwendung. Die interne Schließmuskeldurchtrennung, auch laterale Sphinkterotomie genannt, wird seit 1951 durchgeführt. Die Resultate sind ausgezeichnet, jedoch besteht ein Risiko von 20 bis 30 Prozent, dass die Stuhlinkontinenz von Dauer ist. Die Fissur-Reinigung wird angeraten, um jene Faktoren zu beseitigen, welche die Heilung des Einrisses verhindern. Neben Narbengewebe und einer etwaigen Wächter-Mariske werden auch vergrößerte Analpapille chirurgisch behandelt. Die Ränder der Analfissur werden ausgeschnitten und Dank Drainage-Dreieck kann das Wundsekret austreten. Die Heilungszeit beträgt zwischen vier bis sechs Wochen.

Wann muss eine operative Therapie bei einer Analfissur stattfinden?

Eine chirurgische Behandlung kommt dann zum Einsatz, wenn konservative Therapien erfolglos waren oder wenn Analfissuren neuerlich auftreten. Demzufolge ist eine chirurgische Therapie bei länger als sechs Wochen andauernden Schmerzen die erste Wahl.

WICHTIGER HINWEIS:

Bei Blut im Stuhl, chronischer Verstopfung oder Durchfall könnten auch ernstere Erkrankungen einhergehen, deswegen sollten Sie IMMER einen Doktor aufsuchen.

Dieser Artikel hier enthält nur allgemeine Ratschläge zum Thema Analfissur und sollte nicht zur Selbstbehandlung, sondern nur reinen Informationszwecken und der reinen Aufklärung dienen.

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Kommentieren6 Kommentare ▼
schöne Seite gutes Produkt
einfach und gut gemacht ;)
ob das Produkt wohl hilft?
Ja und wie @ Luisa
Dann bestelle ich es?!
mach das es wird dir nicht leid tun
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